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Ride my Bike

Jaja, die Chinesen und ihre Fahrräder....

Das Stabilste Teil am Chinesischen Fahrrad, das manchmal auch drei Räder und eine Ladefläche hat, ist natürlich der Gepäckträger. Auf den werden gerne etwa zwei-drei Meter hoch Sachen geladen, festgebunden und ab gehts.

Als Deniz, ein anderer Daimler Prakti auf die Idee kam: Jungs, wir kaufen uns jetzt alle mal ein Fahrrad und fahren bisschen rum.. Dachte ich, er ist einfach nur extrem suizidgefährdet.

 Aber gut, nachdem dann Deniz sein Bike derbe aufgepimpt hatte (Panorama-extra breit und weich-sattel, SEITENSPIEGEL und ELEKTRONISCHE HUPE, etc...!!!) waren wir dann doch irgendwann alle bei den Touren dabei.

Wie in nem schlechten Bikerfilm, der Weg ist das Ziel und um wieder heim zu kommen haben wir ein Notfallnavi. Aber sau geil!

 Die Mischung aus Adrinalin-Kick wenn ein Bus mal wieder ohne zu gucken (das macht man hier nicht) aus der Haltestelle rausfährt, während man ihn überholt, oder wenn 5 Taxen nebeneinander auf 3 Spuren fahren, auf der einen Seite und die riesen Metropole, die man sieht, auf der anderen Seite.

Aber was noch viel interessanter war, waren die Hutongs.

Das sind Armenviertel, in denen es kaum ein Gebäude mit einem Obergeschoss gibt, Häuserblöcke sich ein Klo teilen, Fleisch ungekühlt auf der Straße verkauft und gelagert wird....

Natürlich sind die Hutongs hier im Zentrum etwas subventioniert und gerade für Olympia mit viel Beton und ner Touristen-Einkaufsstraße ausgestattet worden, aber die Armut bleibt dennoch sichtlich.

Beeindruckend ist, dass man sich durch alle kleinen Hintergassen Bewegen kann und, obwohl man schon von weitem als Reicher erkannt wird, NIE in eine gefährliche Situation kommt. Kriminalität gibt es hier fast nicht. (OK, wir sind natürlich auch drei Köpfe größer..)

Nachdem wir uns in einer 5 Quadratmeter großen Bar mitten im Armenviertel jeder ein Corona reigehaun hatten und die zwei neuen Flachbettbildschirme bzw. den westlichen Marken Alkohol an der Wand bewundert hatten, wussten wir, dass diese Bar bestimmt nicht von irgendeiner Einrichtung aufgepimpt wurde.

Ein echtes, richtig armes Viertel will ich eigentlich lieber nicht sehen. Vom Bus aus kann man auf dem Weg zum Werk manchmal sowas erahnen. Das in der Stadt war schon krass genug. Man wird sehr schnell daran erinnert, dass es halt doch nicht selbstverständlich ist mit unserm Standart aufzuwachsen, und dass wir ein riesen Glück hatten, ohne je etwas dafür getan zu haben. Darauf will ich gar nicht weiter eingehen, es gibt genug Geschwafel und man versteht es eh nicht wenn man es nicht gerade fühlt, aber ein Anstoß: Fließendes Wasser und ein richtiges Klo sind echt geil!

 

Vielleicht noch einen firsch über dem Blumentopf gegrillten Spieß mit Rattenfleisch für den Heimweg?!?

 

 

 

23.3.10 13:51
 


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Daniel / Website (24.3.10 00:33)
Give us pics or it didn't happen :-P

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